
Wenn Jesus ein Jude war, warum hatte er dann einen nicht-jüdischen Namen?
Praktisch kein vernünftiger Mensch würde heute die Historizität der Person Jesu bestreiten. Dafür gibt es einfach zu viele historische Zeugnisse. Die Tatsache, dass Jesus Jude war, ist kein Geheimnis mehr. Sicherlich gibt es immer noch einige Wilde, die, um die Würde «ihres Jesus» gegen eine solche «Beleidigung» zu verteidigen, sich sogar in einen Kampf stürzen würden. Aber ich frage Sie, wer könnte der Mann sein, der im alten Israel geboren wurde und ein rein jüdisches Leben führte? Ein Russe? Ukrainer? Franzose? Deutscher?

Nun, nein. Selbst orthodoxe Juden erkennen ihn heute als einen der größten Juden aller Zeiten an. Im Jahr 2015 unterzeichneten Dutzende von Rabbinern eine Erklärung (lesen Sie die Originalversion hier), in dem es u.a. heißt
«Rabbi Jacob Emden schrieb, dass «... er [Jesus] die Tora des Moses großartig verherrlichte ... und eindringlicher über die Unveränderlichkeit der Tora sprach als alle unsere Weisen.».
Pinchas Lapid schrieb bereits 1976 in seinem Buch «Jesus im Widerstreit»
«Rabbi Jacob Emden schrieb, dass «... er [Jesus] die Tora des Moses großartig verherrlichte ... und eindringlicher über die Unveränderlichkeit der Tora sprach als alle unsere Weisen.».
Warum ist er also Jesus und nicht Avraham, David oder wenigstens Michael?
Ganz genau! Und welche Juden, außer «Russen», nennen ihre Töchter Maria, wie die Mutter von Jesus? Und überhaupt, wo hat er im alten Israel all die Jungs mit russischen Namen gefunden, die seine Jünger wurden: Petrus, Iwan/Johannes, Matthäus, Paulus, usw.? Normalerweise ist es übrigens jedem irgendwie intuitiv klar, dass Judas Iskariot «natürlich ein Jude» war. Aber was hat das mit allen anderen zu tun?
Nun, der Schwiegervater von Jesus aus der jüdischen Geschichte - Josua, der 1500 Jahre vor Christus lebte - wird uns helfen, das zu verstehen. Im jüdischen Tanach (ein Akronym aus Tora, Nevi'im, Ketuyim) ist diesem Helden ein ganzes Buch gewidmet. Er ist der zweite Anführer nach Mosche (Moses) des gerade aus der ägyptischen Sklaverei befreiten Israel. Da das antike Buch Josua vollständig auf Hebräisch geschrieben wurde, ist es erwähnenswert, dass er im Original gar nicht Josua heißt, sondern Yehoshua/יהשׁוע ben Nun, das heißt, DuhOshua, Sohn von Noon.

Übrigens sind es die hebräischen Namen, die Archäologen daran erkennen, dass der Name des Gottes Israels (יהוה) oft in sie eingefügt wird. Wenn eine göttliche Silbe am Anfang eines menschlichen Namens eingefügt wird, handelt es sich in der Regel um eine Yo- oder Yeho - (wie im Namen eines jüdischen Königs) Yehоshafat/יהושׁפט von 3.Samuel 22:42) und wenn am Ende, dann. -Yave oder -Yahoo (wie der Name des hebräischen Propheten Jescha).yahу/ישׁעיהו, Jesaja 1:1, oder in dem bekannten Nachnamen Netanusyahу = von G-tt gegeben).
Im hebräischen Namen. Yehоshua wird auf dem Boden des Sprechers beobachtet. «Duho-» ist der Name Gottes, und «-shua» bedeutet «Rettung» (vom hebräischen Wort Jeschua/ישׁוע). Das heißt, der hebräische Name Ye.hoshua bedeutet «G-tt rettet» oder «G-tt rettet». Die verkürzte Form dieses Namens (Jeschua/ישׁוע) finden wir n.p. im Buch Esra-Nehemia (Esra 2:2, 6, 36, 40, etc.).
Aber was hat «Jesus» damit zu tun?
Ganz einfach. Als die jüdischen Weisen in der Mitte des dritten Jahrhunderts v. Chr. die Heilige Schrift ins Griechische übersetzten (die so genannte Septuaginta), die damals als Weltsprache diente, wurden alle Namen, die normalerweise nicht übersetzt, sondern transliteriert (mit den in der Zielsprache vorhandenen Buchstaben und entsprechenden Lauten geschrieben) werden, ins Griechische umgeschrieben. Und da es im Griechischen keine «y»- oder «sh»-Laute gibt, wurde entsprechend aus Yehvon Joschafat war “Joschafat” (Ιωσαφατ), von Jeschaja.hΗσαιας, und von Ye.hoshua - Jessus (Ἰησοῦς). Die russische Sprache hat die griechische Transliteration fast wörtlich übernommen: Jehoschua, Jesaja und Jesus.
Ist «Jesus» also ein hebräischer Name?
Ganz genau! Das Original ist Yehoshua oder Jeschua, kurz gesagt. Man könnte sogar behaupten, dass der Name Jesus im alten Israel sehr beliebt war (über zweihundert Verwendungen im Tanach) und auch heute noch regelmäßig unter den modernen jüdischen Namen auftaucht.
Das Gleiche gilt für alle anderen Namen in dem jüdischen Klassiker, dem Neuen Testament:
- «Maria» war eigentlich der Name Miriam (bzw. «Maria Magdalena» - Miriam von Magdala).
- «Ivan/Joan» ist eigentlich Yohanan (was bedeutet: «G-tt ist barmherzig»)
- «Matthäus war Matityahu («Geschenk G-ttes»)
- Pauls Name war eigentlich Shaul, aber er hatte auch einen griechischen Namen, Paulos.
- Nun, «Petrus» war ein einfacher jüdischer Fischer. Schimon, an wen Joshua gab einen aramäischen Spitznamen Kefa («Stein»), was auf Griechisch «Petros.». Das ist es, was «Peter» ist.
- «Juda» war ein Jude mit einem großen Namen Yehuda («Verherrlichung»), dessen Name sich als schöner erwies als sein verachtenswerter Charakter. «Iskariot» kommt vom hebräischen «isch kariot», d.h. «ein Mann aus (dem Dorf) Kariot».
Wie auch immer, es stellt sich heraus, dass Jesus nur ein jüdischer Name ist!
Was ist mit seinem Nachnamen «Christus»?

